Biotopgestaltung & Artenschutz

Wildäcker und Blühflächen

Biotopgestaltung & Artenschutz ist für uns ein Herzensthema. In unserer Region wird kaum Ackerbau betrieben, die Landschaft besteht vornehmlich aus Grünland und Wald. Wenn im Herbst der letzte Schnitt gemäht ist und die Wiesen vor dem Winter noch einmal mit Dünger versorgt sind, bliebt für das Wild außerhalb des Waldes wenig Nahrung. Im Wald beäst das Wild anfangs noch Brombeeren und andere Sträucher. Wenn aber im Laufe des Winters alles Laub abgefroren ist, weicht das Wild auf die Triebe der jungen Forstbäumchen und kann so für den gefürchteten Verbiss-Schaden sorgen.

Unsere angelegten Wildäcker bieten Äsung und Deckung und beugten somit dem Verbiss vor. Hier werden gezielt frostharte Pflanzen wie Raps und Kohlsorten in Mischung mit Getreide, Klee und Wildkräutern angesät. Diese bieten dem Wild den ganzen Winter über Nahrung. Außerdem dient der Wildacker auch als Rückzugsort, an dem sich kleinere Arten wie der Feldhase und zahlreiche Bodenbrüter vor ihren natürlichen Feinden verstecken können. Auch viele Insektenarten profitieren bei der Überwinterung vom Wildacker.

Ergänzend zu den Wildäckern legen wir auch Blühflächen an. Hier wird der Schwerpunkt nicht auf die Versorgung im Herbst und Winter gelegt, sondern auf die Blütenvielfalt in den Sommermonaten. In den hier ausgesäten Mischungen sind blühende Kulturpflanzen und Wildkräuter enthalten, die nacheinander blühen und somit vom zeitigen Frühjahr bis zum ersten Frost ein vielfältiges Angebot für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten bereithalten. Davon profitieren dann wiederum zahlreiche Vogelarten, die sich von den Insekten ernähren oder die Samen aus den abgeblühten Blumen picken.

Ansprechpartnerin

Katharina Weber

weber@gmahdewiesn-stiftung.de

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