Ziel unseres Weidemanagements ist es, den Pferden den ganzen Sommer über frisches Grün bieten zu können und dabei den Eiweiß- und Fruktangehalt so niedrig zu halten, dass den meisten Pferden rund um die Weidezugang gewährt werden kann. Hierzu gibt es für alle Pferdegruppen mehrere Koppeln. Wenn die erste Koppel abgeweidet ist, wird sie gesperrt und die Pferde dürfen auf die nächste Koppel. Wir lassen die Pferde nicht so lange auf einer Koppel, dass das Gras bis zur Wurzel abgefressen ist, sondern lassen immer einen Rest stehen. Dadurch können sich die Pflanzen viel schneller erholen und die Weide wächst schneller wieder nach. Nach jedem Umtrieb werden die Abschnitte jeweils gemulcht, sodass auch unerwünschte Arten wie Ampfer und Disteln kurz gehalten werden.

Ein Problem kann bei dieser Form der Weideführung entstehen: Die jeweils letzte Koppel, die Ende Juli das erste Mal beweidet wird, ist bis dahin schon eine echte Steppe. Aus ernährungsphysiologischer Sicht entspricht das zwar am ehesten der Nahrung der Wildpferde, aber es schmeckt einfach nicht und die Pferde treten mehr Gras kaputt, als dass sie fressen.

Daher haben wir uns für eine Wechselbeweidung mit Rindern entschieden. Die letzten Koppeln werden im Frühjahr einmal von den Rindern runtergefressen und wachsen dann bis in den Juli wieder gut nach, sind aber nicht so überaltert, wie es ohne Vornutzung der Fall wäre. Wird eine Koppel dennoch mehr zertrampelt als abgefressen, dürfen die Rinder nochmal nachweiden. Pferde und Rinder haben ein anderes Fressverhalten und ergänzen sich dadurch ideal. Zum Schluss wird dann wieder gemulcht und die Flächen können sich anschließend erholen.

Auf unseren Weiden äsen auch sehr gerne die Rehe, die sich die schmackhaftesten Kräuter aus dem frischen Aufwuchs heraussuchen.

Ansprechpartnerin

Ansprechpartnerin der Gmahde Wiesn Stiftung Katharina Weber

Katharina Weber

weber@gmahdewiesn-stiftung.de

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